WerbePraxis aktuell - 31 Jahre erfolgreiche Werbe-Beratung

Die besten Anzeigen



Die besten Ideen entstehen oft dadurch, dass man sich von guten Ideen anderer anregen lässt. Deshalb stellen wir Ihnen hier einige der besten Schlagzeilen und Motive vor.


DDR-Nostalgie

In der DDR war nicht alles schlecht: Aspekte wie Kinderbetreuung, Arbeitsplatzsicherheit oder der viel gerühmte Gemeinschaftssinn hatten auch ihr Gutes.

Was sich aber auch beim besten Willen nicht schön reden lässt, ist der Zustand der Straßen. Da geriet so mancher Ausflug zum Abenteuer-Trip, wenn sich nach einem kräftigen Regenguss plötzlich knietiefe Schlaglöcher im Asphalt auftaten.

Oder dem Zahn der Zeit einfach große Teile des Straßenbelags zum Opfer fielen.

Diesen widrigen Verhältnissen schien nur die legendäre "Rennpappe" – der allgegenwärtige Trabant – gewachsen zu sein.

Doch in der neuesten Anzeige der Automarke Jeep wird deutlich, dass doch tatsächlich jemand dem "Offroad"-Feeling der DDR-Straßen nachtrauert – alle Fans und Fahrer von Geländewagen nämlich.

Für sie sind DDR-typische Straßen ein absoluter Traum, denn hier kann man endlich einmal alle 4-Rad-Optionen eines solchen Wagens ausreizen und auch in Mecklenburg-Vorpommern Camel-Trophy-Atmosphäre genießen.

Schnäppchen-Jäger

Günstige Sonderangebote waren in den vergangenen Monaten der am meisten eingesetzte Aufhänger in der Print-Werbung.

Dabei beschränkten sich die Motive meist darauf, die angebotenen Waren und den günstigen Preis abzubilden.

Der Expert-Markt in Augsburg zeigt, dass es auch anders geht: Auf dem Plakat des Elektronik-Discounters wurde statt eines Hightech-Geräts der Kunde in Szene gesetzt.

Dabei wurde die Bezeichnung "Schnäppchenjäger" wörtlich genommen – der Kunde erscheint im feschen Jäger-Outfit. Kombiniert mit einem Reim wird diese Werbebotschaft auf eine ausgesprochen anschauliche und humorvolle Art und Weise auf den Punkt gebracht.

Als Betrachter liegen einem neue Reime geradezu auf der Zunge.

So muss es auch den Machern der Kampagne selbst ergangen sein, denn bisher sind bereits ein Dutzend neuer Motive erschienen und die Ideen gehen nicht aus.

Neuester Schüttelreim aus dem Hause Wasl & Wüst, Werbeagentur aus München: "Der Jäger gut bei Expert parkt, drum meidet er den Media Markt."

Die Nase Vorn

Die Fusion zweier Großbanken ist ein wirtschaftlicher Vorgang, der den Kunden sehr sensibel vermittelt werden sollte: Denn für die meisten Menschen sind Geldangelegenheiten Vertrauenssache.

Gelingt es nicht, die Vorteile einer Banken-Zusammenlegung nachvollziehbar und transparent darzustellen, droht ein Vertrauensverlust und ein Abwandern der Kunden.

Die DZ Bank hat einen sehr ungewöhnlichen, aber sympathischen und ansprechenden Weg gefunden, Kunden und Interessenten über die Bankenfusion zu informieren. Dabei wird auf die Angabe wirtschaftlicher Daten verzichtet.

Stattdessen symbolisieren zwei Rennpferde die neue – doppelte Stärke – der DZ Bank.

Denn während sich die anderen Traber noch mächtig ins Zeug legen, hat der Sulky mit den 2 Zugpferden schon uneinholbar die Nase vorn.

Besser Hören

Schlechtes Hören isoliert die betroffenen Menschen nicht nur von ihrer Umgebung, sondern kann auch zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Diese nüchterne Wahrheit hört niemand gerne – sie ist schon gar nicht dazu angetan, Aufhänger für originelle Anzeigenwerbung zu sein.

Dass das trotzdem möglich ist, zeigt die aktuelle Plakatkampagne des Forum Besser Hören. Ohne jede Schwermut oder Peinlichkeit und auch ohne Betroffenheitsrhetorik wird hier das Thema Schwerhörigkeit so locker aufgegriffen, dass man beim Betrachten sogar schmunzeln kann:

Da legt ein etwas betagter Indianer sein Ohr auf die Schiene, um in bekannter Manier herannahende Geräusche zu erspüren.

Doch leider bemerkt "Häuptling Schwaches Gehör" dabei nicht den schon bedrohlich nahe herandonnernden Zug ...

Ausgefallen

Bei der Präsentation ihres neuen Kombi-Modells XC 90 geht die schwedische Automarke Volvo ungewöhnliche optische Wege.

An markanten Stellen mehrerer Großstädte wurden auffällige Plakate installiert: Dabei zeichnen sich weiß die Umrisse des Volvo-Modells ab – das Auto selbst scheint aus dem Plakat "herausgefallen" zu sein.

In der Tat werden die Passanten von einem 3-dimensionalen Papp-Dummy überrascht, der auf dem Gehweg direkt vor dem Plakat angebracht ist.

Beim schnellen Vorbeifahren mit einem Bus oder dem Auto entsteht durch diesen Trick ein origineller Effekt, der sofort die Blicke auf sich zieht.

Die selbstbewusste Werbebotschaft: "Es gibt Autos. Und es gibt Volvo" wird mit diesem Gag ansprechend ins Bild gesetzt und unterstrichen.

Der Volvo erscheint im doppelten Sinne des Wortes als Auto, das aus dem Rahmen fällt.

Unfallfrei

Wie kann ein Autokonzern die Tatsache kommunizieren, dass dank eines selbst entwickelten Sicherheitssystems die Unfallzahlen mit Autos dieses Fabrikats deutlich zurückgegangen sind?

Man könnte die Betrachter mit technischen Parametern langweilen oder mit schon tausendmal gesehenen Fotos glücklicher Familien - oder man macht es wie Mercedes Benz, und überrascht mit einer wirklich neuen und bildhaften Parabel.

Je älter ein Baum ist, desto imposanter und schöner wirkt er. Und nicht nur Kinder fragen sich angesichts solches Giganten, was dieser Baum wohl schon alles erlebt haben mag.

Die verschobenen Jahresringe des in der Anzeige abgebildeten Baumes erzählen von einem langen Leben – und auch vielen unschönen Ereignissen und Unfällen.

Doch plötzlich – zählt man die Jahresringe zurück, muss es das Jahr 1995 gewesen sein – ändert sich alles. Die Jahresringe sind wieder glatt und ebenmäßig.

Dank des von Mercedes entwicklten EPS-Systems kann dem Baum nichts mehr etwas anhaben.

Die klare und einfache Bildsprache und die fast poetische Metapher bleiben dem Betrachter angesichts der sonst allgegenwärtigen Reizüberflutung lange im Gedächtnis.

Formel-1-Reis

Neben Fußball erregt kaum ein Sport die Gemüter so sehr wie die Rennen der Formel 1.

Zeitungen berichten seitenweise über Reifenprofile, Benzinsorten und Befindlichkeiten der Fahrer.

Jeder Fernsehzuschauer, der nachts aufsteht, um die Rennen am anderen Ende der Welt live zu verfolgen, kommentiert mit Kennerblick die Szenerie.

Der Reiz dieses Sports liegt vor allem in der Faszination der Geschwindigkeit. In rasantem Tempo "fliegen" die Boliden über den Asphalt - tanken und Reifenwechsel geht in Sekunden über die Bühne.

Auch der neue Express-Reis von Uncle Ben’s drückt mächtig aufs Tempo – in nur 2 Minuten ist er fertig. Da ist eine Assoziation zur Formel 1 naheliegend und originell.

Die gestrickten Topflappen im schwarz weißen Design der Startflagge machen deutlich, dass das Kochen hier so schnell geht wie ein Boxenstopp.

Angesichts dieser tollen Anzeige fragt man sich, ob es den Leuten von Uncle Ben’s inzwischen nicht doch Leid tut, die Zusammenarbeit mit der Werbeagentur D’Arcy aufgekündigt zu haben ...

Gründlich

Fusselrollen sind eine praktische Sache und fehlen in kaum einem Haushalt. Sie originell zu bewerben ist allerdings keine leichte Aufgabe.

Die kleinen Kleberollen sind selten besonders dekorativ oder formschön, und auch ihr eigentlicher Nutzen – das Entfernen von Fusseln und Tierhaaren – ist schwer ins Bild zu setzen.

Von diesen schwierigen Ausgangsbedingungen haben sich die Werber der Firma Fackelmann nicht entmutigen lassen und eine witzige Anzeige kreiert.

Im Zentrum des Bildes – eine völlig haarlose Katze. Der Betrachter sucht im ersten Moment nach einem Hinweis auf einen Tierfutterhersteller oder eine Tier-Zeitschrift, die hier beworben werden soll.

Doch weit gefehlt: Der Fackelmann Schriftzug und die kleine Fusselrolle in der rechten Ecke bringen Aufklärung.

Die Kleberollen verrichten ihre Arbeit offenbar so gründlich, dass dem armen Tier kein einziges Haar geblieben ist.

Auch wenn mancher Tierschützer kurz schlucken wird – der subtile Humor dieser Anzeige überzeugt und macht sie zu einem echten Hingucker.

Zielsicher

Der Sportwerbeflächen-Vermarkter SportFive hat mit dieser gelungenen Anzeige sicher die Lacher auf seiner Seite. Denn in der Regel versuchen Media-Agenturen, ihre Dienste eher mit aufwändigen Grafiken und Statistiken über Reichweiten und Tausenderkontakt-Preise anzupreisen als mit originellen Motiven oder Slogans.

SportFive macht hier eine erfrischende Ausnahme und demonstriert seine Kompetenz einmal auf ganz andere Weise:

Der Rasierklingen-Hersteller Gillette hat in großem Stil die Bandenwerbung eines Fussballstadions gebucht. Wie zielsicher er damit seine anvisierte Kundengruppe erreicht, beweist der glatt rasierte Kopf von Torwart Fabien Barthez.

So wird der Werbetreibende – wie der Slogan verheißt – tatsächlich ein "Teil des Spiels".

Staunende Discounter

Obwohl vergleichende Werbung in Deutschland längst erlaubt ist, halten sich viele Firmen mit dieser Werbevariante immer noch zurück.

Schade, denn die vorliegende Anzeige des PC-Herstellers Dell zeigt, wie witzig und intelligent vergleichende Anzeigen- und Plakatwerbung sein kann.

Bei dessen neuester Printpromotion wird der stärkste Konkurrent im Bereich kostengünstiger Computer nicht nur versteckt, sondern auf originelle Weise sogar direkt mit seinem Firmennamen auf die Schippe genommen.

Lotto-Träme

Den Traum von "sechs Richtigen" im Lotto träumen in Deutschland wöchentlich mehrere Millionen Menschen.

Die Hoffnung auf den glücklichen Zufall ist groß – die Zahl derer, die zufällig das große Glück haben, bleibt jedoch klein. Denn die mathematische Realität ist hart: 1 zu 13.983.816 beträgt die Wahrscheinlichkeit auf "sechs Richtige".

Prozentual hat man also eine Chance von 0,000007 % auf den großen Geldregen. Trotzdem hofft natürlich jeder Mitspieler auf den großen Treffer.

Während die bisherigen Werbemotive der Lottogesellschaften diese Sehnsucht durch platte Motive mit offensichtlich neureichen Gewinnern aufgriffen, hat die Werbeagentur TWBA jetzt eine originelle Anzeige entwickelt, deren Sinn sich erst beim genauen Betrachten erschließt: Der Gucci-Schriftzug einer kostbaren mit Diamanten eingefassten Uhr wurde durch das Wort Lotto ersetzt.

Lotto macht eben doch Millionäre.

Das Ende der Sprachschwierigkeiten

Bei dieser Anzeige muss man schon zweimal hingucken – oder besser – mehrmals lesen.

Denn auf den ersten Blick erfasst der Betrachter nur ein Wirrwarr scheinbar zusammenhangloser Wörter. Doch nach und nach ergibt der Mix aus Englisch, Französisch und Spanisch einen Sinn: Und man fühlt sich plötzlich an Urlaub erinnert, in denen man – der Landessprache nicht ganz mächtig – versucht hat, seinem einheimischen Gegenüber etwas mitzuteilen.

Was dann dabei herauskam, muss etwa so chaotisch geklungen haben wie der vorliegende Anzeigentext. Das Deftige des Textes (etwa: "Heilige Sch..., du bist ein verdammtes Genie!") macht die Anzeige sehr lebendig und lebensecht.

Eine bessere Werbung kann es für eine Sprachschule kaum geben – diese Anzeige der Inlingua Language School heimste zu Recht zahlreiche internationale Werbepreise ein.

Denn selten wird der Kundennutzen eines Angebots treffender ins Bild gesetzt.

Marmeladen-Lügen

Nun scheinen auch Traditionsmarken wie Storck dem allgemeinen Jugendwahn erlegen zu sein.

Der deutsche Süßwarenhersteller, mit Produkten wie "Werther’s Echte" oder "Merci" nicht gerade ein Renner bei den Teenies, hat seinen Werbeauftritt einer Verjüngungskür unterzogen: Anlässlich des 100. Firmenjubiläums läuft auf allen Fernsehkanälen ein mehrminütiger Hochglanz-Werbespot, der schließlich in dem Slogan "Part of your world" gipfelt.

Es ist zweifelhaft, ab sich die Hauptzielgruppe der 40- bis 65-Jährigen in einem solchen Werbeschlagwort wirklich wiederfindet.

Da lobt man sich doch die neueste Anzeige von Zentis, in der für das bekannte Pflaumenmus geworben wird: Eine nette, aber freche Oma gibt hier zu, dass sie ihre Familie seit Jahrzehnten belogen hat und das leckere Pflaumenmus nicht von ihr, sondern von Zentis stammt.

Die Stimmigkeit des Motivs und die originelle kleine Geschichte, die mit dieser Anzeige erzählt wird, zeigt, dass auch mit Models, die älter als 21 sind, erfolgreich geworben werden kann.

Und mehr noch: Die Anzeige strahlt eine besondere Authentizität aus und überzeugt durch die "Echtheit" des Models.

Echte Kerle brauchen Lollis

Kaum eine Werbung ist so bekannt, so legendär und so kultig wie die für Marlboro-Zigaretten. Schon seit Generationen träumt man angesichts der in den Sonnenuntergang reitenden Cowboys von Freiheit und Abenteuer.

Wie kaum einer anderen Marke ist es Marlboro gelungen, ihr Produkt mit Emotionen und Sehnsüchten aufzuladen.

Umso witziger ist es, dass jetzt ausgerechnet der Marlboro-Mann für eine Anti-Raucher-Kampagne herhalten muss.

Denn die Hamburger Kreative Nuria Pizan hat dem rauchenden Cowboy kurzerhand einen ChupaChups-Kinder-Lolli verpasst.

Und das Motiv zeigt: Echte Kerle brauchen keine Kippe! Aber der Betrachter muss schon zweimal hinschauen, denn dass ausgerechnet der Raucher schlechthin zum „Quit smoking“ aufruft, ist überraschend und macht den Erfolg dieser Anzeige aus.

In Wallung gebracht

Dieses Foto scheint mitten in einem Erdbebengebiet aufgenommen worden zu sein – nach heftigen Erdstößen ist der Wohnblock völlig aus den Fugen und liegt schief auf seinem alten Fundament.

Doch der Blick in die rechte untere Bildecke macht stutzig – Coco de Mer, Erotik Shops? Wie passt denn das zusammen?

Sehr gut sogar, vorausgesetzt man denkt ein bißchen frech um die Ecke und ist zu einem kleinen doppelbödigen Scherz aufgelegt: Coco de Mer, britische Erotikkette, verkauft in ihren Shops erotisierende Medikamente, Massageöle und flottes Sexspielzeug und verspricht seinen Kunden bei deren Gebrauch geradezu erdbebenartige Gefühlsausbrüche.

Offenbar waren die Mieter des Hauses eifrige Sex-Shop-Kunden und haben bei ihren tête-á-têtes das ganze Haus in Wallungen gebracht ...

Otto-Euphorie

Mit Verblüffung, Staunen und einer Portion Neid mussten deutsche Fußballanhänger zur Kenntnis nehmen, dass der vor wenigen Jahren hierzulande verschmähte Otto Rehagel die griechische Nationalmannschaft zum Europameistertitel geführt hat. Um wenigstens etwas vom Glanz der Champions abzubekommen, waren alle plötzlich wieder Otto-Fans. Die „Bild“-Zeitung überschlug sich mit Lobeshymnen und brachte Rehagel sogar als neuen deutschen Trainer ins Gespräch, griechische Restaurants wurden umbenannt und das bisher „Suflaki“ genannte Nationalgericht war in vielen Restaurants nur noch als „Rehakles-Teller“ erhältlich. Die allgemeine Euphorie um den neuen „Fußball-Gott“ wusste ein Unternehmen besonders gut zu nutzen: das Versandhaus „Otto“. selten waren die Hamburger wohl so froh über ihren Firmennamen wie in diesen Wochen. Der Versandhaus-Slogan „Otto – find’ ich gut!“ bekam eine völlig neue Bedeutung. Folgerichtig schaltete der Otto-Versand eine Anzeige, in der jubelnde Griechenland-Fans scheinbar den Werbeslogan des Versandhauses skandieren. Auch der schon vor der EM beworbene Otto-Claim „Saison der Überraschungen“ wirkt hier herrlich zweideutig. Das Beispiel zeigt, wie hervorragend sich aktuelle Themen für Ihre eigene Werbung nutzen lassen!

Ausgegoogled

Die Suchmaschine Google ist unangefochtener Marktführer. Doch das Münchner Unternehmen seekport macht sich dessen ungeachtet auf, dem Platzhirsch diesen Rang streitig zu machen.

Passend zu diesen selbstbewusst-frechen Plänen ist auch die Werbekampagne von seekport gestaltet. Vor allem die Headline "Nun hat’s sich ausgegoogled!" sticht ins Auge.

Unterstrichen wird diese kleine Provokation durch den wirren Stecknadelhaufen, der das vermeintliche Chaos der Google-Ergebnislisten darstellt. Demgegenüber versteht sich seekport als Anbieter, der auch die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen findet.

Schön, wie hier eine schwer zu vermittelnde Thematik wie das Suchmaschinen-Ranking veranschaulicht wird. Die Tatsache, dass dem Konkurrenten Google angesichts dieser provokanten Werbung fast gar nichts anderes übrig blieb, als die Kampagne mit einer einstweiligen Verfügung zu stoppen, tut dem Erfolg dieser Anzeige keinen Abbruch.

Denn der so entstandene Presserummel sorgte für zusätzliche Bekanntheit. Das Beispiel zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, bei einer einmaligen Werbekampagne auch einmal eine Abmahnung in Kauf zu nehmen.

Abi 2016

Pünktlich zur Einschulung 2004 hat der Bekleidungskonzern Tom Tailor eine extra auf Kinder zugeschnittene Plakatkampagne gestartet.

Wohl alle stolzen Eltern von Erstklässlern sind nun im Besitz der klassischen Einschulungsfotos, auf denen ihr Kind mit Schulranzen und Schultüte vor einer Schiefertafel posiert.

Das vorliegende Plakatmotiv ist an diese bekannte Szenerie angelehnt – hat sie jedoch frech abgewandelt. Selbstbewusst trägt das kleine Model die neuesten Tom-Tailor-Klamotten – der Schriftzug auf dem Pulli ist an die bekannten Abiturienten-Scherze angelehnt.

Doch die holprige Schrift auf der Tafel lässt ahnen, dass es bis zum Abi 2016 wirklich noch ein weiter Weg ist. Dabei werden sich die Eltern der Schulanfänger an solche Schreibversuche gewöhnen, denn seit der Grundschulreform vor 2 Jahren werden die Kleinen ermutigt, so zu schreiben, wie sie die Worte hören.

Fehler sind dabei durchaus erlaubt und werden erst langsam im Laufe der Zeit korrigiert – hoffentlich aber bis zum Abi ...

Verdrehte Welt

Vergleichende Werbung ist in vielen Unternehmen immer noch ein Tabu. Zu groß ist offenbar die Angst davor, es sich mit dem Mitbewerber zu verscherzen oder rechtliche Grauzone zu betreten.

Dabei ist vergleichende Werbung seit Jahren erlaubt – und bietet, wie kaum eine andere Werbeform – die Möglichkeit, sich originell und frech in Szene zu setzen.

Im Bereich der Autovermieter hat sich Sixt mit witzigen Anzeigenmotiven und ironischen Slogans schon lange einen hervorragenden Namen gemacht. Nun punktet überraschend auch Europcar mit einer bemerkenswerten Kampagne – und vergleichender Werbung.

Dabei werden in einem Anzeigenmotiv direkt die Mietpreise mit Sixt verglichen – durch einfaches Umdrehen wird aus dem teuren Sixt-Preis der günstige Europcar-Tarif.

Da müssen sich die Sixt-Werber aber ganz schön was einfallen lassen, wenn sie diese tolle Idee toppen wollen!

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