Der Faktor „Erlebnis“ wird im Kampf um König Kunde immer wichtiger – sei es bei Freizeitangeboten oder beim Einkauf. Kaum eine Branche kann sich diesem Trend verschließen. Wie auch Sie Events veranstalten, die den Teilnehmern positiv im Gedächtnis bleiben, verrät Ihnen unser Beitrag.
1. Das richtige Thema wählenDer Bezug zu Ihnen und Ihrem Produkt muss stimmig sein. Ein Laden für Designermöbel darf also keinen Frühschoppen mit Freibier und Schnittchen auf Papptellern veranstalten. Denn Sie wollen Ihrem Kunden schließlich mit dem Event – auch auf emotionaler Ebene – ein bestimmtes Image bieten. Als reine Marketing-Gags sind Erlebnis-Veranstaltungen nicht zu empfehlen.
2. Den Kunden in den Mittelpunkt stellenIm Gegensatz zu Verkaufsveranstaltungen steht beim Event-Marketing nicht das Produkt, sondern ausdrücklich der Kunde bzw. die Kundin im Mittelpunkt. Reine Verkaufsveranstaltungen haben mittlerweile ein schlechtes Image: Hier haben „Kaffeefahrten“ und andere Neppveranstaltungen ihre Spuren hinterlassen.
Das heißt nicht, dass Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen nicht klar darstellen dürfen. Doch sollte dies dezent geschehen. Marktschreierische Präsentation würde das Ziel einer solchen Veranstaltung sabotieren.
3. Echte Erlebnisse bietenAnders als bei Werbebriefen oder Anzeigenwerbung können Sie mit einem Event den Kunden ganzheitlich ansprechen. Wer etwas aktiv erlebt, sich selbst in Aktionen einbringt, wird sich an dieses Event länger erinnern als an ein nur passiv konsumiertes Ereignis. Der Besucher soll den inneren Zusammenhang möglichst sinnlich erfahren können:
Event-Teilnehmer wollen probieren, betrachten, berühren und erleben. Auch hier sollten Sie nicht knausern. Verstärkt wird dieser Effekt durch das Erleben in der Gemeinschaft anderer.
4. Den richtigen Ort wählenAuch eine ausgefallene Location kann dazu beitragen, dass sich das Event in das Gedächtnis des Kunden eingräbt. Die Branche der Location Scouts hat sich darauf spezialisiert, für Film und Fernsehen, aber auch für Firmen-Events die richtigen Örtlichkeiten zu finden. Beachten Sie:
Events sind ortsgebunden. Kaum jemand wird eine Tagesreise auf sich nehmen, nur um Ihrem Event beizuwohnen. Ausnahme: Events auf überregionalen Veranstaltungen wie Messen.
5. Selber machen oder machen lassen?Es gibt zahlreiche Werbeagenturen, die sich auf Event-Marketing spezialisiert haben. Anbieter in Ihrer Nähe finden Sie beispielsweise unter „Veranstaltungsorganisation“ im Branchenbuch.
Ganz ohne fremde Hilfe wird es allerdings nicht gehen: Catering oder Kinderbetreuung sollten Sie zum Beispiel grundsätzlich aus der Hand geben. Ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der Organisation von Events ist die „Red Box“. In diesem Handbuch finden Sie von Animateur und Abenteuerspielplatz über Bühnenbeleuchtung und Kostümverleih bis Zauberei und Zelte alles, was für Veranstaltungen nötig ist. Die aktuelle „Red Box“ erhalten Sie zum Preis von 180 Euro. Das Buch sowie ein kostenloser Newsletter können über
www.redbox.de bestellt werden.
Linktipp: Unter
www.mein-eventplaner.de finden Sie Dienstleister, die sich auf das Thema Event spezialisiert haben. Bislang ist der Katalog auf die Städte Frankfurt, München, Köln, Berlin und Hamburg begrenzt.
6. Richtig und zeitig werbenJedes noch so gut organisierte Event ist erfolglos, wenn niemand kommt. Legen Sie also besonderen Wert darauf, Ihre Zielgruppe mit Einladungen und Presseveröffentlichungen zum Besuch zu motivieren. Also: Kein Event ohne vorherige Mailings, Handzettel oder Zeitungsankündigungen.Events sind nicht nur Werbung – Events brauchen auch Werbung!
Werbung für Ihr Event in der Presse hat einen angenehmen Nebeneffekt. Auch wenn nicht alle, die Ihre Ankündigung lesen, wirklich kommen, so war doch Ihr Unternehmen wieder einmal präsent und wahrnehmbar. Damit bieten Sie der Presse Anlass, Informationen über Sie zu verbreiten – vorher durch die Ankündigung, nachher durch die Berichterstattung. Wenn Sie es besonders auf Ihre Stammkunden abgesehen haben, sollten Sie Ihre Kundendatei bemühen, um persönliche Einladungen zu verschicken.