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Kreativität: Innovative Ideen für Ihr Marketing

Sie suchen nach neuen Ideen für Ihre Aktivitäten in 2010? Ein Blick hinaus in die Welt liefert Sie Ihnen:

Idee 1: Werbefinanziertes Telefonieren
Die kalifornische Internetfirma „The Pudding“ bietet kostenlose Telefongespräche an. Prinzip: Der  Teilnehmer verbindet ein Kopfhörer-Mikrofon mit seinem Computer und kann auf diesem Weg die Gratis-Telefonate führen (Internet-Telefonie), auch ins Festnetz.

Das Besondere:
Ein Computer hört das Gespräch mit, filtert bestimmte Schlagwörter heraus und blendet dann auf  dem Computerbildschirm des Nutzers passende Werbung ein. Unterhalten sich die  Teilnehmer etwa über Filme, erscheinen die aktuellen Kinostarts samt Kritik. Zum Vergleich: Andere Anbieter von Internet-Telefonie wie Skype verlangen eine Einrichtungsgebühr von 10  US-Dollar, die für einige Stunden werbefreies Telefonieren reicht (www.thepudding.com).

Einschätzung: Ein interessantes Experiment – dessen Zeit jetzt kommt. Die Konsumenten  werden sich an diese Art der persönlichen Ansprache gewöhnen. Schon heute bekommen Nutzer eines kostenlosen EMail- Postfachs bei Google Werbung eingeblendet, die sich nach  dem Inhalt der von ihnen verschickten Mails richtet.

Idee 2: Erste Agentur für Luftwerbung
Durch Internetdienste wie Google Earth haben immer mehr Menschen Zugriff auf Luftbilder. Das  will die New Yorker Werbeagentur Ad-Air nutzen: Sie hat sich darauf spezialisiert,  überdimensionale Werbeplakate auf Hausdächern oder in den Einflugschneisen von Flughäfen  zu platzieren. Eine zwei Hektar große Anzeige in der Nähe eines internationalen Airports kostet  70.000 Euro pro Monat. Das Motiv wird auf ein spezielles Plastiknetz gedruckt und 30 Zentimeter über dem Boden aufgehängt (www.ad-air.com).

Einschätzung: Eine neue Nische, die Sie dann nutzen können, wenn Sie das Marketing für einen  Markenhersteller verantworten.

Idee 3: Konsumenten sehen sich Werbung an – gegen Honorar

Der amerikanische Dienstleister Ad-Perk verschenkt Jahresabonnements bekannter Zeitschriften. Voraussetzung: Der Nutzer schaut sich vorher im Internet einige Werbevideos an.  Von welchem Unternehmen die Werbung ist, können die Konsumenten bestimmen. Vorteil für  die werbenden Firmen: Sie zahlen nur pro angeschaute Clips (www.adperk.com).

Einschätzung: Ein guter Ansatz – aber die Nutzergemeinde ist nicht repräsentativ! Abwarten.

Idee 4: Das Erfolgsrezept der Hausmarken
Der Handelskonzern Wal-Mart nimmt mit Hausmarken mittlerweile mehr ein als Coca-Cola,  Pepsi und Unilever mit ihren Produkten zusammen. Der Absatz von No-Names hat sich in den  letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Wie können Unternehmen diese Entwicklung für sich  nutzen und eigene Hausmarken erfolgreich etablieren? Dieser Frage geht das Buch „Private Labels“ nach (Autoren: Keith Lincoln/Lars Thomassen, Kogan Page 2007, 320 S., 28  Euro). Ein schönes Weihnachtsgeschenk, das Sie sich selber machen sollten!

Quelle: Werbepraxis aktuell


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