Immer mehr Unternehmen beginnen jetzt mit der Kundensuche via Twitter oder Foursquare.
In beiden Anwendungen verraten Menschen häufig den Standort, an dem sie sich gerade aufhalten. Wer mitliest, findet so auch Wohnadresse, Arbeitgeber oder Kita Platz der Tochter heraus und kann mit diesem Wissen die Twitter- oder Foursquare-Nutzer direkt und gezielt ansprechen.
Die österreichische Baumarktkette bauMax, untersucht Foursquare-Mitteilungen auf den Wohnort der Nutzer. "Checken" die Nutzer nach einem langen Arbeitstag abends wieder zuhause ein, dann erwartet sie schon eine Werbebotschaft, nämlich Tipps zum Thema: "Wie man Einbrüche verhindert". Der Webservice Reach.ly durchsucht Twitter-Meldungen auf die Erwähnung von geplanten Reisen und stellt diese interessierten Unternehmen wie z.B. Hotels zur Verfügung.
Die Idee von
Reach.ly: Hotels können den Reiselustigen kontaktieren und ihm ein spezielles Angebot unterbreiten. Angeblich sollen 9% der auf diese Weise Angesprochenen dann auch tatsächlich buchen. Allerdings: In Deutschland sind derartige Werbemaßnahmen nicht erlaubt. Wer potentielle Kunden direkt kontaktieren will, muss deren Einwilligung in den Erhalt von Werbebotschaften nachweisen können.
Ob eine Twitter- oder Foursquare-Freundschaft mit einer solchen Einwilligung gleichzusetzen ist, haben deutsche Gerichte noch nicht entschieden.