Werbebriefe

Fachinformationsdienst "WerbePraxis aktuell" zum Thema Werbebriefe

So machen Sie einen Werbebrief zu Ihrem besten Online-Verkäufer

Verkaufsstarke Werbebriefe statt nüchterner Online-Shops

Für viele Hersteller und Vertriebsunternehmen hat sich das Internet zu einem lukrativen Absatzkanal entwickelt. Für Dienstleister stellt sich die Situation anders dar: Viele User surfen auf deren Seiten, um sich zu informieren. Konkrete Aufträge und Verkäufe bleiben häufig aus. Wir stellen Ihnen eine erfolgreiche, technisch einfache und kostengünstige Möglichkeit vor, den profitablen Vertriebsweg Internet auch als Dienstleister voll auszuschöpfen.

Langer Werbebrief statt teurer Web-Seiten

Die kanadische Werbe- und Marketingberaterin Andrea Lee hat den Internet-Marketing-Kurs „39 lessons“ entwickelt. Mehrere Tausend Käufer dieses Kursprogramms wurden ausschließlich über das Internet geworben. Doch wer als Grundlage dieses Erfolgs einen mit allem Schnickschnack gestalteten Web-Auftritt erwartet, wird überrascht. Unter www.39lessons.com findet man lediglich einen 6 Seiten langen Werbebrief.

Geschickt verknüpft die Marketingspezialistin die Vorzüge eines verkaufsstarken Mailings mit dem Internet: Denn während die Hürden für ein Print-Mailing sehr hoch sind, ist der Leser eines Online-Werbebriefs nur einen Mausklick von der Bestellung entfernt.

8 Schritte zum verkaufsstarken Werbebrief

1. Ansprechender Teaser mit Bild
Bei klassischen Werbebriefen weckt der Umschlag das Interesse des Empfängers. In ihrem Online-Mailing hat Andrea Lee ihren Teaser einfach ihrem Werbebrief vorangestellt. Schon hier nennt sie die stärksten Kundenvorteile ihres Angebots: „… Dies ist ein kompakter Multimedia-Kurs mit speziellen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und leicht umsetzbaren Anwendungsbeispielen …“ Bedenken der Leser zerstreut sie bereits hier mit einer 100%igen Geld-zurück-Garantie.

2. Persönliche Anrede – auch ohne Namen
Im Gegensatz zu Print-Mailings kann Lee ihren Online-Werbebrief nicht personalisieren. Durch die Anrede „Lieber Freund“ schafft Lee trotzdem eine sehr persönliche Atmosphäre.

3. Probleme der Kunden sofort benannt
Ohne lange Vorrede zeigt Lee ihren Interessenten, dass sie deren Wünsche kennt und die Lösung für die parat hat, die z. B. mehr Umsatz im Internet machen wollen oder sich beim Aufbau einer eigenen Web-Präsenz überfordert fühlen.
Kein User wird diese Fragen nicht mit „Ja!“ beantworten – und im Handumdrehen erscheint Lee’s Angebot als Lösung des Problems.

4. Überzeugende Testimonials
Gerade bei Internet-Angeboten hat der User keine Möglichkeit, die Werbeaussagen der Anbieter zu überprüfen. Diesen Nachteil macht Lee wett, indem sie zufriedene Kunden als Testimonials zu Wort kommen lässt.

5. Attraktives Sparangebot
Um den Reiz zum Online-Kauf zu erhöhen, bringt Lee ein überzeugendes Kosten-Argument vor: „Stellen Sie sich vor, wir würden zusammensitzen und Sie würden eine Internet- Ausbildung, die 5.000 Dollar wert ist, für nur wenige Pennies bekommen.“

6. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft
An dieser Stelle zieht Lee ein erfolgreiches Marketing-Register: Sie verteilt „Geschenke“ in Form attraktiver Zusatzleistungen, wie z. B. kostenlose Interview-Kassetten.

7. Konsequente Leserführung
Wie in einem verkaufsstarken Werbebrief lässt Lee den User an keiner Stelle ihres Online-Mailings allein: Durch Fragen wie „Wie kann ich Ihnen unser Geschäft noch versüßen?“ oder „Das ist mein Angebot – kommen wir ins Geschäft?“ bleibt sie im Dialog mit dem Leser.

8. Noch ein Gruß zum Schluss
Am Ende ihres 6-seitigen Werbebriefs verabschiedet sich Andrea Lee wie eine Freudin von den Lesern, verbunden mit vielen guten Wünschen und einem persönlichen Foto.

 

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Wie Sie den Response Ihrer Werbebriefe um bis zu 100 % steigern

So erzielen Sie höhere Rückläufe durch Nachfass-Mailings

Auch wenn Ihr erster Werbebrief das Interesse des Kunden geweckt hat, ist das noch lange keine Garantie dafür, dass er auch darauf reagiert und bestellt. Es besteht immer die Möglichkeit, dass er den Brief zur Seite legt, um irgendwann vielleicht darauf zu reagieren. Aber dieses „irgendwann“ kommt selten, da immer wieder etwas dazwischenkommt und der Brief schließlich vergessen wird.

Menschen schieben Entscheidungen gerne auf die lange Bank: Ihr erster Werbebrief mag noch so überzeugend und verlockend geschrieben sein – es bleibt oft ein Rest von Zweifeln oder Befürchtungen zurück. Hier setzt nun Ihr Nachfass-Brief an.

Was ein Nachfass-Brief ist und was er Ihnen bringen kann

Ein Nachfass-Brief ist ein Mailing, das Sie an Interessenten nach Ihrem Erst-Angebot verschicken. Typisches Beispiel: Sie schalten eine Anzeige, in der Sie die Leser auffordern, eine Info-Broschüre anzufordern.

Daraufhin melden sich zum Beispiel 1.000 Interessenten, die dann Ihr Erst-Angebot erhalten, bestehend aus einem Werbebrief, einer Broschüre, Bestellkarte und eventuellen Beilagen. 6 %, also rund 60 Kunden, bestellen auf diesen ersten Brief hin bei Ihnen. Es bleiben also 940, die zwar Interesse an Ihrem Angebot bekundet haben, aber noch nichts bestellt haben. Diese „heißen“ Adressen sollten Sie mit Nachfass-Briefen weiter bearbeiten – so lange, bis sich der Versand weiterer Briefe nicht mehr lohnt. Mit dieser Technik können Sie die Zahl der Abschlüsse leicht verdoppeln, wie das folgende Beispiel zeigt.

Durch Nachfass-Briefe den Umsatz verdoppeln

Bei dieser mehrstufigen Direktmarketing-Methode werden bis zu fünf und mehr Nachfass-Briefe verschickt. Je nachdem, um welches Produkt und um welche Höhe des Durchschnittsauftrags es geht, könnten die Rücklaufzahlen einer solchen Serie z. B. so aussehen:

  • Erster Brief: 6,0 %
  • Nachfass 1: 2,4 %
  • Nachfass 2: 1,8 %
  • Nachfass 3: 1,0 %
  • Nachfass 4: 0,5 %
  • Nachfass 5: 0,4 %
  • Gesamt: 12,1 %

Tipps für Ihre Nachfass-Briefe

Planen Sie eine Nachfass-Serie, so stellen Sie sich vor, wie ein Vertreter beim Zweitbesuch bei einem Interessenten vorgehen würde: Er wird die Hauptargumente hervorheben und wiederholen, aber auch neue, verstärkende Vorteile demonstrieren, Vorteile und Argumente, die vielleicht beim ersten Gespräch nicht ausreichend zum Tragen gekommen sind. Und er wird sich besonders darauf konzentrieren, den Kaufwunsch seines Interessenten zu verstärken und möglichst zum entsprechenden Abschluss zu bringen. Genau so gehen Sie auch in Ihrem Nachfass-Brief vor.

Der richtige Zeitpunkt für den Versand

Verschicken Sie Ihren ersten Nachfass-Brief nicht später als 14 Tage nach dem ersten Werbebrief. Vergessen Sie nicht: Das Ziel der Nachfass-Werbung ist es, nicht nur den Kaufwunsch wach zu halten, sondern diesen Wunsch auch bis zum Kauf zu steigern. Setzen Sie z. B. eine Serie von vier Briefen ein, folgen die weiteren Briefe wieder im 14-Tage-Rhythmus. Verschicken Sie noch mehr Nachfass-Briefe, wählen Sie ab dem 4. Brief einen Versandabstand von ca. 4 Wochen.

Planung und Flexibilität sind das A und O

Bereiten Sie Ihre Nachfass-Aktionen – besonders wenn sie mehrstufig sind – rechtzeitig vor. Planen Sie aber auch so flexibel, dass Sie die Reihenfolge der Briefe ändern, Spezial-Angebote kurzfristig einbauen und das An-gebot verändern können.

Jeder Nachfass-Brief muss für sich stehen

Eines kann man bei knappen Etats nicht mehr gebrauchen: Streuverluste.

In der Nachfass-Serie verkaufen Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung immer wieder neu – und das in jedem Ihrer Nachfass-Briefe. Tun Sie so, als hätte der Interessent vorher noch nie einen Brief von Ihnen bekommen. Setzen Sie nichts voraus.

Wiederholen Sie jeweils Ihr Angebot und dessen Vorteile, so dass auch der Empfänger, der die vorangegangenen Schreiben nicht genau gelesen hat, alle notwendigen Informationen für eine Bestellung erhält.

 

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Profi-Tipps für verkaufsstarke Werbebriefe

Beim Texten Ihrer Werbebriefe sollten Sie die folgenden Profi-Tipps beachten:

Tipp 1: Schreiben Sie eine Schlagzeile (ein „Betreff“) über Ihren Brieftext. Inhalt: der wichtigste Vorteil Ihres Angebots aus Sicht des Kunden.

Tipp 2: Schreiben Sie Ihren Brief im „Sie“- Stil: Stellen Sie alle Argumente, die für Ihr Angebot sprechen, als Vorteil für den Kunden dar. Statt: „Das XYGerät spart 10 % Energie“ schreiben Sie z. B.: „Sie sparen mit XY-Gerät leicht 200 € Stromkosten.“

Tipp 3: Der Briefeinstieg ist der wichtigste Teil Ihres Brieftexts. Nutzen Sie einen Einstieg, der Neugier erzeugt. Vermeiden Sie Standard-Floskeln wie: „Wir freuen uns, Ihnen heute ein ganz besonderes Angebot unterbreiten zu können ...“

Tipp 4: Halten Sie sich beim Text an die KISS-Regel. KISS steht für „Keep It Short and Simple“ (auf Deutsch etwa: „Halten Sie es so kurz und einfach wie möglich“). Vermeiden Sie Fremdwörter und Bandwurmsätze.

Tipp 5: Wenn Sie Ihren Brieftext ausformuliert haben, machen Sie den Rot-/Grün-Test: Mit einem grünen Textmarker streichen Sie alle Wörter an, mit denen Sie den Leser direkt ansprechen: Sie, Ihr, Ihnen usw. Mit einem roten Textmarker danach alle Wörter, mit denen Sie über sich selbst sprechen: wir, uns, unser usw. Ihr Brief sollte dann deutlich mehr grüne Markierungen haben. Betonen Sie die Vorteile noch stärker aus Sicht des Kunden!

Tipp 6: Machen Sie kurze Absätze. Faustregel: Kein Absatz länger als 7 Zeilen!

Tipp 7: Heben Sie die wichtigsten Kundenvorteile durch Unterstreichungen hervor. Aber übertreiben Sie es nicht mit den Unterstreichungen. Faustregel: Maximal eine pro Absatz!

 

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