Im Onlinemarketing trifft der Ausspruch des Heraklit von Ephesus "Nichts ist so beständig wie der Wandel" in besonders hohem Maße zu. Wer im www Erfolg haben will, muss daher stets die neuesten Trends auf dem Radar haben. Meine Kollegen von der
Trendletter-Redaktion haben einige der wichtigsten Entwicklungen zusammengestellt, die Sie im Auge behalten sollten.
- Setzen Sie auf Video in der Online-Werbung: Die Zeiten, in denen es ausreichte, von einem neuen Produkt ein paar Fotos ins Netz zu stellen, sind vorbei. Konsumenten erwarten mittlerweile an gleicher Stelle ein Video. Deshalb sollten Sie zu allen Produkten hochqualitative Clips anbieten, die Sie über Ihre Homepage und Videoportale vermarkten. Wichtig: Nutzen Sie die Vorteile des bewegten Bildes: Zeigen Sie im Clip Produkteigenschaften, die sich im Text/Foto nicht erklären lassen, etwa Herkunft, Herstellung oder Anwendung.
- Starten Sie ein Pilotprojekt mit mobiler Werbung. Achtung: Mobile Advertising bedeutet mehr, als nur ein Werbebanner auf das Handydisplay zu bringen. Betten Sie die Reklame in eine Anwendung ein, die dem Kunden Nutzen bringt. Beispiel: Die Whiskymarke Johnny Walker verschenkt in Asien ein Handyprogramm, das per Knopfdruck ein Taxi zum Standort des Nutzers ruft.
- Bauen Sie ein Radar für Kundenstimmen auf Facebook, Twitter & Co. auf: Sie wollen wissen, was Ihre Kunden über Ihr Angebot denken? Dann sollten Sie alle sozialen Netzwerke im Internet im Blick behalten. Vorgehen: Setzen Sie einen jungen Mitarbeiter auf dieses so genannte Monitoring an. Nutzen Sie Gratis-Werkzeuge wie www.monitter.com (zeigt sofort an, wenn ein bestimmtes Suchwort in einer Twitter-Kurznachricht fällt). Reagieren Sie direkt und unter richtigem Namen auf Kritik. Erfassen Sie Produktideen, die Kunden online äußern.
- Machen Sie Ihr Angebot für visuelle Suchmaschinen sichtbar: Der Kunde von morgen gibt auf der Suche nach einem Produkt nicht mehr Worte in ein Suchfeld ein. Er schießt mit seinem Mobiltelefon ein Foto davon und sendet es an eine visuelle Suchmaschine wie Google Goggles (www.google.com/mobile/goggles). Sie erkennt den Gegenstand und verweist auf Onlineshops, in denen das Produkt erworben werden kann. Wichtig: Damit Bilderkennungsdienste ihre Aufgabe erledigen können, müssen die jeweiligen Motive in einer Datenbank hinterlegt werden. Stellen Sie sicher, dass Sie und Ihre Produkte hier mit aktuellem Bildmaterial und den passenden Links vertreten sind.
Perspektiven 2012: Rechnen Sie damit, dass Konsumenten in Zukunft über Facebook einkaufen Es laufen bereits Versuche, das Freunde-Netzwerk zu einem Einkaufskanal aufzurüsten. Beispiel: Die Pension Apfelhof im österreichischen Lutzmannsburg bietet die Möglichkeit, Zimmer direkt auf ihrer Facebook-Seite zu buchen (www.facebook.com/apfelhof).
Was jetzt zu tun ist: Starten Sie eine Facebook-Seite - entweder für das gesamte Unternehmen oder für einzelne Produkte. Alle Netznutzer, die Sie heute an sich binden, sind potenzielle Käufer, sobald sich der so genannte Social Commerce verbreitet.