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Trends 2011: Die wichtigsten Marketing-Aufgaben 2011

veröffentlicht am 29.12.2010 unter Werbung
1. Zielgruppen ade.
Hören Sie auf, in Zielgruppen zu denken. Kunden werden immer unberechenbarer, was ihre Vorlieben und ihr Kaufverhalten angeht. Wer meint, einem Porsche- oder Jaguarfahrer sofort seine hochpreisigen Produkte anbieten zu müssen, der kann ganz schön daneben liegen. Denn auch so mancher Porschefahrer kauft gerne bei Aldi und investiert das ersparte Geld lieber in eine Tankfüllung mehr. Nehmen Sie stattdessen den einzelnen Kunden ernst und versuchen Sie sich auf diesen einzustellen.
2. Danken Sie Google Street View.
Zum Glück ist der Dienst inzwischen in Deutschland eingeführt worden. Er wird Ihnen noch viele neue Kunden bringen. Denn dank der Google Straßenansicht finden diese Neukunden besser und komfortabler zu Ihnen. Überhaupt: Arbeiten Sie mit dem Kartenmaterial von Google. Laden Sie im Umfeld Ihres Unternehmens eigene Bilder vom Unternehmen hoch und stellen Sie sie auf der Karte ein.

Nutzen Sie die Möglichkeit, eigene Karten mithilfe des Google Dienstes für Ihre Kunden zu erstellen: mit Ihren Standorten, mit Tipps und Empfehlungen. Beobachten Sie auch permanent den Eintrag Ihres Unternehmens bei Google Places. All diese Dienste werden immer wichtiger, je mehr Smartphones im Umlauf sind. Denn mit einem Smartphone hat jeder das Internet plus Navigationsgerät in der Hosentasche.

3. Bildersuche und Personenerkennung.
In der letzten Ausgabe des vergangenen Jahres haben wir Ihnen den Dienst Google Goggles vorgestellt. Google Goggles wird das Internet verändern. In den letzten Jahren konnten Suchmaschinen nur den Inhalt von Texten erkennen. Jetzt schaffen sie es auch, Bilder zu analysieren. Damit Sie frühzeitig in die Bilddatenbanken von Google kommen, sollten Sie vermehrt Bilder Ihrer Produkte ins Internet stellen. Machen Sie ein Bild von einem beliebigen Gegenstand und fragen Sie Google, worum es sich bei diesem Gegenstand handelt.

Das nächste große Thema: Gesichtserkennung. Liefern Sie den Suchmaschinen das passende Material, damit Sie in der Startphase der neuen Technik ebenfalls mit an Bord sind. Stellen Sie aktuelle Porträtfotos von sich ins Internet. Egal, ob auf Ihrer eigenen Website, bei Facebook, in einem Google Profil oder bei XING.

4. Jeder Mitarbeiter ein Werbeträger.
Die Medienlandschaft hat sich schon verändert. 500 Millionen Menschen tun ihre Meinung bei Facebook kund. In USA gehen bereits ein Viertel aller Webseitenzugriffe auf Facebook. Für viele gilt also bereits die Gleichung: „Facebook = das Internet”. Massenmedien wie große Zeitungen, TV-Stationen und andere haben ihre herausragende Bedeutung verloren. Sie werden zu Stimmen unter vielen.

Die Kommunikation der Menschen untereinander wird wichtiger. Und diese Menschen arbeiten bereits in Ihrem Unternehmen. Es sind Ihre Mitarbeiter. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, sich auch im privaten Bereich oder im Internet zum Unternehmen zu äußern. Ein gutes Beispiel liefert der Computerversender Dell: Er macht seine Mitarbeiter fit für Social Media und schult sie in der eigenen Dell Akademie.

5. Bringen Sie Kunden und Mitarbeiter zusammen.
Auch das zeigt die Erfahrung aus den sozialen Netzwerken. Bei Facebook oder Twitter will niemand mit den Marketing- oder PR-Leuten reden. Man will direkt mit dem Vertrieb, dem Service, der Technik sprechen. Das sind die Menschen, die künftig einen Teil ihrer Arbeitszeit für die Kommunikation nach draußen einsetzen müssen.

Kunden und Mitarbeiter sollten Sie aber auch bei gemeinsamen Aktivitäten, Promotion, Messen oder gemeinsamen Events zusammenbringen. Auch das ist beispielhaft: In diesem Heft berichten wir über ein schönes Beispiel einer Sparkasse, die ihre Mitarbeiter als Schülerlotsen auf die Straße schickte. Hintergrund all dieser neuen Maßnahmen: Menschen wollen mit Menschen kommunizieren.

6. Pflegen Sie Ihre Stammkunden.
Wer einmal Kunde bei Ihnen geworden ist, hat die wichtigste Hürde genommen. Er hat Ihnen Vertrauen entgegengebracht. Das sollten Sie jetzt auf- und ausbauen. Die Zeiten aggressiver Neukundengewinnung sind jedenfalls vorbei. Clevere Unternehmen wachsen durch ein starkes Stammkundengeschäft.

7. Publizieren Sie.
Die älteren unter Ihnen werden sich noch an den Satz von Joseph Beuys erinnern: Jeder Mensch ein Künstler. Inzwischen heißt es: Jeder Mensch ein Publizist. Denn das Internet hat jedem die Chance gegeben, seine Informationen der gesamten Weltöffentlichkeit mitzuteilen. Für Sie als Unternehmen heißt das: Sie sind nicht länger (ausschließlich) auf Anzeigen, Radiospots, Plakaten, redaktionelle Berichterstattung oder die Erwähnung in Fachbüchern angewiesen, um Ihre Informationen zu verbreiten.

Sie können dies tagtäglich selbst tun. Besonders sinnvoll ist es, wenn Sie Ihr fachliches Know-how auf Ihrer Website mit anderen teilen. Bauen Sie ein Handbuch, Nachschlagewerk oder Lexikon auf Ihrer Seite auf. Sie werden sehen, dass eine derart informative Website mehr Anziehungskraft entwickelt als ein paar bunte Bilder und Werbeaussagen.

8. Konzentrieren Sie sich.
Sie müssen nicht jeden neuen Trend mitmachen und nicht in jedem sozialen Netzwerk dabei sein. Entscheiden Sie sich maximal für die Teilnahme an drei sozialen Netzwerken: einem Branchen- oder Berufsnetzwerk, Facebook für die breite Öffentlichkeit, Twitter für den Kontakt zu Journalisten und Multiplikatoren.
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