Fachinformationsdienst "WerbePraxis aktuell" zum Thema Werbetrends
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Die angeblich heißesten Werbetrends - und was Sie davon wirklich nutzen können
Gerade zum Jahresbeginn werden Sie wieder überall verkündet: die heißesten Marketing- und Werbetrends, denen man sich unbedingt anschließen müsste.
Im letzten Jahr gab es einen eindeutigen Hit: Second Life.
Nachdem einige wohlhabende Firmen dort genügend Spielgeld versenkt haben, tritt Ruhe ein. Second Life taugt für kleine und hochinteressante Marketingexperimente - etwa, um neue Produkte auf spielerische Weise zu promoten. Aber nicht für den großen Wurf.
Werbetrends haben leider eine unangenehme Eigenschaft - sie werden von den Erfindern des Trends maßlos übertrieben. Bis die Trendbotschaft keiner mehr hören kann. Deshalb schreiben wir von WerbePraxis aktuell keinen Trend herbei, sondern sagen Ihnen, was Sie wirklich davon halten können. Und was Sie in Ihre Arbeit übernehmen können. Übrigens, unser Archiv enthält zu allen hier vorgestellten Themen bereits
zahlreiche Artikel, Anregungen und Handlungsanleitungen.
Aus jedem Shop wird heute eine Community. Die Grundidee: User verkaufen sich untereinander Ihre Produkte. Und weil schneewittchen65 und kalle78 sich gut finden, finden sich auch die Freunde von kalle78 und Schneewittchen65 gut. Klingt gut, aber die daraus entstehende Werbeflut wird schon bald wieder zur Ermüdung führen.
Was wirklich wirkt:
In Ihrem Webshop die meistgekauften Artikel und Nutzerbewertungen anzeigen. Solche Vertrauensbeweise erhöhen die Kaufabschlüsse nachweislich und generieren echte Werbetrends.
Zeige dem Nutzer nur noch die Werbung, die ihn interessiert. Klingt gut, stößt aber in der Praxis auf ein großes Problem. Denn um dem Nutzer zu zeigen, was ihn interessiert, muss
man seine Profile auswerten oder sein Surfverhalten analysieren. Das stößt an Datenschutzprobleme und kommt bei vielen Verbrauchern nicht besonders gut an.
Welche Werbetrends wirklich wirken: Den Kunden während des Kaufprozesses Artikel zeigen, die zu den von ihnen ausgewählten im Warenkorb passen. Folgt der bewährten Methode: Wir zeigen Ihnen die passende Krawatte zum neuen Hemd.
Werbebotschaften und Werbetrends wirken so ansteckend, dass sie sich von selbst verbreiten. Und die darin enthaltenen Viren setzen die Kaufhemmung so herab, dass Konsumenten nicht widerstehen können. Klingt gut, wirkt aber in der Praxis weitaus weniger, als Sie denken. Anstelle lustiger Filme, die sich millionenfach verbreiten sollen, überlegen Sie lieber, wie Sie Kunden dazu bringen können, Nichtkunden zu überzeugen.
Welche Werbetrends wirklich wirken:
Bringt ein bestehender Kunde einen neuen, erhalten beide einen Superzins!
Konsumenten sind überall erreichbar - hurra! Weil sie ein Handy dabeihaben. Konsumenten wollen in der Tat immer erreichbar sein - für ihre Liebsten, Familie, Freunde und Verwandte. Aber nicht für Werbe-SMS. Letztere gehören zu den am meisten verhassten Werbeformen.
Welche Werbetrends wirklich wirken:
SMS für Serviceleistungen nutzen. "Ihr Fahrzeug ist fertig und für Sie abholbereit ab 16.00 Uhr." Wichtig ist, dass Kunden ihr Einverständnis für diese Art der Werbung gegeben haben.
Wenn wir wissen, welche Hirnregionen beim Kauf stimuliert werden, dann sprechen wir diese gezielt mit unserer Werbung an. Leider weiß man nicht genau, wie man bestimmte Regionen zum Leuchten bringt. Es sei denn, man schiebt alle Konsumenten zum großen Werbe-Vortest in den Computertomographen. Weitgehend praxisuntaugliche Gedankenspiele!
Welche Werbetrends wirklich wirken:
Die alten Wahrnehmungsschemata haben noch nicht ausgedient. Zum Beispiel die 3 B: Busen, Bestien,
Babys, also Erotik, Tiermotive und Kinder. Darauf reagiert das Hirn am meisten, aber das wussten wir ja schon.
Kunden machen die Werbung selbst. Unterscheidet sich von der Mundpropaganda, die Kunden betreiben, dadurch, dass sie Werbeformen wie Anzeigen, Filme oder Logos gestalten, produzieren und verteilen.
Darunter sind Perlen wie von Fans produzierte Apple Spots. Und Glückstreffer wie das Video vom Minihelikopter PicooZ, das diesen zum Weltbestseller machte.
Aber diesen Beispielen steht eine Flut von bestenfalls durchschnittlich gemachten Werbematerialien gegenüber.
Welche Werbetrends wirklich funktionieren:
Ideen gemeinsam mit Kunden entwickeln. Zum Beispiel in einem so genannten Kundenparlament. Anstatt starre und arbeitsintensive Wettbewerbe zu veranstalten, lädt man Kunden zu gemeinsamen Brainstorming-Sessions ein und lässt sie dort mitbestimmen.
Als Abonnent unseres Fachinformationsdienstes haben Sie neben dem monatlich erscheinenden Fachinformationsdienst Zugang zu unserem Beitrags-Archiv, das Ihnen zum Thema Werbetrends weiteres Experten-Know-how und Informationen bietet.
Darüber hinaus können Sie sich bei Fragen zu bestimmten Werbetrends jederzeit per E-Mail oder Fax direkt an unsere Redaktion wenden. Unser Chefredakteur Bernd Röthlingshöfer freut sich auf Ihre Anfrage!